Hoi ✌️

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Promised!

Regional
einkaufen.

Viele Konsumenten haben ein falsches Bewusstsein. Es wird oftmals nicht darüber nachgedacht, woher die gekauften Produkte stammen, unter welchen Bedingungen diese geliefert werden und welche Folgen es mit sich bringt.

Bananen – Tomaten – Nüsse
Avocado – Gurken – Salz
Fleisch – Nudeln – Zitronen

Klingt nach einem einigermaßen gesunden Einkauf oder?

Gesund ja. Nachhaltig? Wahrscheinlich nicht. Denn vermutlich trägt dieser Einkaufswagen so einige Kilometer in sich.

Die leuchtend roten Vitaminbomben, auch bekannt als Tomaten, kommen beispielsweise häufig aus dem Ausland. So werden ca. 700.000 Tonnen Tomaten jährlich aus den Niederlanden, Spanien, Italien, Belgien und Marokko nach Deutschland importiert.

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Wo ist das Problem

Nun ja, leider stellt dieser Importüberschuss nicht nur eine Gefahr für regionale Betriebe da, zudem ist es eine große Belastung für die Umwelt. Der Obst- und Gemüseanbau in Treibhäusern und Folientunnel verursacht 30-mal mehr Treibhausgase als der Anbau im Freiland.
Der Transport von Lebensmittel hat sich seit 2010 verdoppelt. Nicht nur die Umwelt muss darunter leiden, sondern auch die Qualität der Lebensmittel, denn diese verlieren durchlange Lieferwege oft an gesunden Substanzen und Aromen.

Genug Negativität. Grüne Wiesen, glückliche Kühe, Tomaten unter freiem Himmel und herrlicher Vogelgesang.

Genug Negativität. Grüne Wiesen, glückliche Kühe, Tomaten unter
freiem Himmel und herrlicher Vogelgesang.

Denn es geht tatsächlich auch anders.

Der regionale Anbau funktioniert in den meisten Fällen ohne Gewächshäuser und langen Lieferwegen. Der Kauf von regionalen Produkten spart Ressourcen und verringert den CO2-Ausstoß. Da Gemüse und Obst zudem nach Saison angebaut wird, kann in den meisten Fällen auf Gewächshäuser verzichtet werden, was einiges an Energie einspart.

Nährstoffe und Aromen bleiben erhalten, was für ein weitaus besseres Geschmackserlebnis sorgt. Auch regionale Betriebe werden durch den regionalen Kauf unterstützt, was zum einen Arbeitsplätze sichert und der Region wirtschaftlich zu Gute kommt. Und kaum zu glauben ist es oftmals sogar günstiger als Importware.

Und nun?

Den Griff zur Tomate aus Spanien kannst du dir also beim nächsten Supermarktbesuch sparen und stattdessen zur Tomate aus der Region greifen. Diese sind nämlich von März bis Dezember käuflich erwerbbar und wird den Kilometerstand deines Einkaufswagens erheblich senken.

Die Moralpredigt neigt sich dem Ende zu. Denn ich bin auch kein Heiliger. Seitdem ich mich jedoch mit dieser Thematik auseinandersetze, tausche ich die ein oder andere Ware aus dem Ausland mit der aus der Region aus. Und das solltest auch du tun, zumindest würdest du somit die Umwelt und deine Region unterstützen. Keiner erwartet eine komplette Umstellung auf regionale Produkte, denn das würde auch eher einer krankhaften Orthorexie ähneln.

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Regional
einkaufen.

–Marco Koenig
Campus MÜB
Winter 2020